goodbye

Nach 18 Veranstaltungen in mehr als 2 1/2 Jahren sagen wir goodbye.
Zum Abschied möchten wir noch einmal allen Personen danken, die uns in dieser Zeit unterstützt haben. Es wurde/n Musik gespielt, Performances gezeigt, Deko gebastelt und aufgehangen, Material zur Verfügung gestellt, Infostände betreut, Menschen durch die Gegend gefahren, Licht eingestellt, Einlassdienste übernommen, Getränke verkauft, Essen gekocht, Flyer erstellt und verteilt, Aufkleber geklebt, Kritik geübt, Technik organisiert, Übernachtungsmöglichkeiten besorgt, Sprachen übersetzt und noch so vieles mehr, was unsere Veranstaltungsreihe erst möglich gemacht hat. Wir hoffen, es fühlen sich ganz viele Menschen angesprochen.
Sollte es in Dresden in naher Zukunft eine andere/neue queere Veranstaltungsreihe geben, teilen wir das gerne mit.
In diesem Sinne: goodbye // <3

SQUEERDANCE // 17ter und letzter

SQUEERDANCE // 17ter und letzter

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22.06.2013
22:00
AZ Conni, Dresden

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21:00 // Vortrag (entfällt wegen Berliner CSD)
Class Matters // Berlin

22.00 // Konzert
mo leen // Bremen
stimme. gitarre. texte. mehr gibts nicht. mehr brauchts auch nicht!

23:00 // DJ*s
L_Sa & kikimike // Dresden
FLiERS & liselotte // Dresden
elektropop. beatlastiger gitarrensound. queertronic. female vocalists. deep house. dream pop.

05:00 // Abschied
Wir machen Platz für Neues.

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Eintritt wie immer 3 bis 5 Euro.

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ClassMatters
mo leen
L_Sa & kikimike
FLiERS
liselotte

„Männertag“

Deconstruction Of Sex

Es ist wieder soweit. 40 Tage nach Ostern begeben sich so genannte Männer mit viel Alkohol und Aggressionspotential auf die Straße. Aber warum eigentlich? Der ursprüngliche Grund, warum sie an dem Tag diese „Herrenpartien“ abhalten, ist, dass jüngere Gleichgesinnte in die Sitten und Unsitten des wahren „Mannseins“ eingeführt werden sollen. In erster Linie bestehen diese offensichtlich darin, zu saufen, sich gehen zu lassen, in legitimierter Weise dumm zu sein und darüber hinaus sein Aggressionspotential nicht mehr unter Kontrolle zu haben.

Aber was steckt denn eigentlich wirklich hinter diesem „Männertag“? Dient er in Wirklichkeit etwa dazu, dass männlich sozialisierte Personen ihre „Männlichkeit“ mal gehörig abfeiern und sich darin bestärken können, dass sie die besseren beziehungsweise die einzig wahren Menschen sind, oder doch nur dazu, sich mal wieder in der Gruppe stark fühlen zu können? Eben nicht gefasst und seriös sein zu müssen, sondern sich auch mal umarmen zu dürfen? Vielleicht soll auch einfach noch mal manifestiert werden, dass es genau zwei Geschlechter mit klaren Rollenverteilungen gibt. – Männer trinken Bier mit ihren Kumpels und Frauen kümmern sich derzeit um die Familie. – wobei hier anzumerken ist, dass es mittlerweile auch die sich nicht als „männlich identifizierenden“ Menschen zum Saufen auf die Straße verschlägt. Eine Entwicklung die spannend, wenn auch beängstigend ist.

Eins bleibt jedoch festzuhalten: Zusammenrottungen dieser Art führen allgemein leider nicht dazu, dass die Gewaltbereitschaft sinkt und alle Menschen nett zueinander sind. Abgrenzungsprozesse tun ihr Übriges. Rassismus, Homophobie, Sexismus und Nationalismus sind an der Tagesordnung − und an diesem Tag noch viel weniger nur in den Köpfen, sondern auf den Straßen, wenn auch nicht als geordneter Demonstrationszug, sondern überall, so weit Auge und Ohr reichen.

Wir haben keinen Bock mehr, diese grölenden Gruppen zu ertragen. Stattdessen könnte dieser Tag doch dazu genutzt werden, mal ein Buch über Geschlechterkonstruktionen zu lesen oder sich mal mit gesellschaftlichen Herrschaftsmechanismen auseinanderzusetzen. Die Mutigen unter euch, die keine Konfrontation scheuen, könnten einfach ein bisschen losziehen und Bollerwägen entwenden, sie umgestalten oder auch anschließen, oder Menschen in Gespräche verwickeln. Schminksets verteilen oder Männer mit rosa Glitzer bewerfen könnte vielleicht nach hinten losgehen, am Ende fänden sie es nur lustig und es würde ihrem Tag ein weiteres vermeintlich spannendes Erlebnis hinzufügen. Bei einer ironischen Überspitzung des männlichen Gehabes würde vermutlich ähnliches passieren. − womöglich würde sie gar nicht als solche wahrgenommen. Hast du einen Balkon oder andere Aussichtsplattform, wappne dich mit Schreibblock und Stift und führe eine soziologische beziehungsweise ethnologische Studie durch (die Methode Interview könnte anstrengend werden. − vielleicht sind Nachzeichnen der Rudelbewegungen oder Videoaufnahmen aus der Ferne eher angebracht.) Eine Idee wäre auch, kreative Transparente an Biergärten oder ähnliches aufzuhängen. Gezielte (Sitz-)blockaden sind auch denkbar.

Wenn du den Tag auch scheiße findest, aber dich dann doch genötigt fühlst, mitzufeiern, dann trink nicht zu viel und sieh es als deine soziale Verantwortung, zu intervenieren, wenn deine Männerkumpels anfangen, andere Menschen zu belästigen. Die anderen Menschen werden es dir höchstwahrscheinlich danken! Vielleicht suchst du dir aber auch einfach Leute in deinem Freund_innenkreis, mit denen du ganz entspannt bei ’nem Kaffee abhängen kannst.
Wer an dem Abend nicht aufs Feiern verzichten möchte, kann gerne ins Sabotage zur „Deconstruction Of Sex“-Party kommen und ohne mackrige Saufmenschen einen schönen Abend haben. Vielleicht ergibt sich dort auch die Möglichkeit, sich über gute und schlechte Erlebnisse an diesem Tag auszutauschen.

Die Einnahmen der Soliparty werden in die Finanzierung des „e*camp – gegen kapitalismus und sein geschlechterverhältnis“ fließen. Es ist ein großer Aufwand, die benötigte Summe einzuspielen. Daher bitten wir um eure Unterstützung.

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Deconstruction Of Sex
09.05.2013 // 23.00
Sabotage // Dresden
L_Sa & kikimike
FLiERS
Female Vocalists/Dream Pop/Electronic/Indie/Pop/Tronic

Vorabinfo (2)

Der nächste SQUEERDANCE wird am 22.06.2013 im AZ Conni stattfinden. Mit dabei ist CR von ClassMatters, die Sängerin mo leen und unsere DJ*s L_Sa & kikimike sowie FLiERS & liselotte jeweils im Doppelpack. Wir freuen uns drauf!

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ClassMatters
mo leen
L_Sa & kikimike
FLiERS
liselotte

SQUEERDANCE // 23.03.13

DieSeR – Independent Club und das SD-Team präsentieren:

SQUEERDANCE
23.03.2013
AZ Conni

mit
UPARTCOLLECTIVE
Natascha Gøld
FLiERS, L_Sa & KIKIMIKE

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Als wir im September beim Genderfuck Fest in Prag die Member von UPARTCOLLECTIVE kennenlernten und später ihren Auftritt erleben durften, waren wir uns schnell einig, dass wir mit dieser Gruppe zusammenarbeiten möchten. Nun ist es endlich so weit, angekündigt haben sie eine Performance zur Begegnung im öffentlichen Raum. Diese wird pünktlich 22.00 im Saal stattfinden. Anschließend freuen wir uns auf Musik von Natascha Gøld, eine DJ* der Gruppe Syndikat//Unikat (die zwar am selben Abend ebenfalls eine Veranstaltung in Dresden haben, was uns aber nicht stören soll). Außerdem sind unsere DJ*s FLiERS und L_Sa & KIKIMIKE wieder mit dabei. Wir sind jetzt schon voller Vorspannung und Vorfreude.

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Performance // 22.00 (pünktlich) // Saal

UPARTCOLLECTIVE
Performance // Jena

Screen.Touch.
Wir begegnen uns an einem öffentlichen Ort.
Wir nehmen andere wahr oder nicht.
Wir projizieren und werden selbst zum Screen.
Wir können nicht nicht kommunizieren.

Blog von UPARTCOLLECTIVE

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Dance // 23.00 // Saal

Natascha Gøld // Syndikat//Unikat
Natascha Gøld ist seit Ende 2011 hinter den Decks vorrangig auf Partys in Dresden unterwegs, war aber auch schon andernorts zu hören. Ihre Sets variieren von heiteren Deep-/Techhouse-Klängen gespickt mit minimalistischen Einlagen bis hin zur favorisierten, härteren Gangart, dem Techno.

Natascha Gøld bei Soundcloud

SQUEERDANCE-DJ*s // FLiERS, L_Sa & KIKIMIKE
Unsere vier DJ*s bieten wieder ihre gewohnt tanzbare Mischung aus Gitarrensounds, beatlastigem Indie, sanftem Electronica und dreampoppigen Klängen, die beeinflusst ist durch einen ausgeprägten Hang zu female vocalists.

FLiERS bei MySpace
L_Sa & KIKIMIKE bei Facebook

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DieSeR – Independent Club bei MySpace
AZ Conni

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Nachtrag:

Es wird einen Info- und Merchstand von Comunidad de Libertad geben.

Comunidad de Libertad